Weniger CO2-Ausstoß nach Redesign

Das Testergebnis auf websitecarbon.com nach Redesign mit Performanceoptimierung. Nur noch 0,10 Gramm CO2 Ausstoß je Seitenaufruf (Stand 05.10.2019)
Das Testergebnis auf websitecarbon.com nach Redesign mit Performanceoptimierung. Nur noch 0,10 Gramm CO2 Ausstoß je Seitenaufruf (Stand 05.10.2019)

Non verba acta! Also habe ich Anfang Oktober 2019 die Seite TB-Webconsulting.de auf minimale CO2 -Erzeugung hin optimiert, nachdem ich den Vortrag „Mit WordPress die Welt retten“ von Simon Kraft gehört hab. Ein schlankeres Theme machte den Anfang. Viele Fotos, auch das bisherige Titelbild von Jonathan Pielmayer mit der türkis-blauen Kaffeetasse und den leckeren Cantuccini mussten weichen. Geblieben ist das Blau der Tasse und die stilisierte Kaffeetasse selbst als Logo um ein wenig Wiedererkennung zu gewährleisten. Weitere Optimierungsmaßnahmen waren… nun ja, auch ich habe Geschäftsgeheimnisse 🙂

Der CO2 Ausstoß ist von bereits guten 0,66 Gramm je Seitenaufruf auf 0,10 Gramm gesunken! Bei 10.000 Seitenaufrufen im Monat wären das nur noch 12 Kilo CO2 pro Jahr. Zum Vergleich: bonn.de erzeugt 3,48 Gramm CO2 je Seitenaufruf, also 4,18 Tonnen CO2 pro Jahr bei 100.000 Abrufen im Monat. Und das jeweils nur für die Startseite! 1)

Wer aufgepasst hat: das ist nicht der Energieverbrauch für den Betrieb der Webseite, sondern der Energieverbrauch den die Internetnutzer beim Abruf verursachen! TB-Webconsulting.de selbst ist in einem Rechenzentrum untergebracht, das 100% atomstromfrei aus regenerativen Energien betrieben wird, in dem Fall Wasserkraft.

Update: websitecarbon.com hat um Oktober 2019 die Basisdaten aktualisiert. V1 nutzte Daten aus 2012, wohingegen V2 Daten aus 2017/18 nutzt. Damit wird auch die steigende Effizienz der Web-Technologie berücksichtigt.

Als freiberuflicher Webworker hab ich die Möglichkeit meine Kunden entsprechend zu Beraten, was die Wahl des Hosters und die Gestaltung der Webseite angeht. Ich kann aktiv etwas zur CO2 Vermeidung tun. Das hat für mich persönlich nichts mit dem aktuellen Greta-Hype zu tun, denn meine eigene Wohnung ist schon seit Jahren auf LED-Beleuchtung umgestellt, bei Anschaffung von Neugeräten achte ich auf den Verbrauch, die Heizung ist smart gesteuert und ich fahre einen kleinen Wagen mit effizientem Dreizylindermotor.

Für Kunden, die neue Webseiten beauftragen ist der Aufwand, zumindest bei mir, kostenneutral. Der stärkste Hebel bei der CO2 Vermeidung ist nämlich die Ladezeit und darauf achte ich grundsätzlich. Übrigens, Google belohnt bessere Ladezeiten mit einem besseren Ranking und damit sind wir im Win-Win Bereich.

Ihr könnt auch noch was tun: achtet ein wenig mehr auf eueren Datenverbrauch. Wer YouTube dazu nutzt um Musik zu hören oder bingewatching auf Netflix & Co betreibt, der erzeugt Tonnen an CO2. Gerade die Infrastruktur von Netflix wird mit Kohlestrom betrieben. Daran sollten auch die Fridays for Future Kids bitte mal denken, ich kenne da einige. Und wenn ich dran denke, dass 5G künftig für TV-Ausstrahlung genutzt werden soll… 🤮

1) Die Daten entsprechen der Messung vom 05.10.2019 und können sich zwischenzeitlich geändert haben. Die Berechnung auf websitecarbon.com ist nur ein erster Anhaltspunkt, weil viele Faktoren nicht erfasst sind und auch nicht erfasst werden können. Dabei geht es vor allem um die Infrastruktur und Wege vom Webserver bis zum Rechner von dem die Webseite angefordert wurde. Auch sind nicht alle grünen Hoster dort erfasst. Aber es ist ein Anfang und eine erste Vergleichsmöglichkeit.